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back to the roots -
oder eben mal 1.000 Kilometer nach Polen und zurück...
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17. - 19. Oktober
2008 |
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Vorwort: |
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Mit dem Tod meines Vater kam für mich
die schmerzliche Erkenntnis, dass ich nicht nur ihn verloren hatte,
sondern dass auch all diejenigen Menschen mit ihm gestorben waren,
die nur noch in seiner Erinnerung gelebt hatten. Es gab also keinen
mehr, den ich über die Vergangenheit Ostpreußens oder das Leben
meiner Oma und anderer Vorfahren väterlicherseits fragen konnte. Das
machte mir etwas aus und ich empfand plötzlich eine Art Drang zu
meinen Wurzeln zurück zu kehren und in der Heimat meines Vaters
einmal auf dem Rücken im Gras zu liegen und die Geschichten, die
mein Vater erzählt hatte noch einmal Revue passieren zu lassen.
Gut...eine Russlandreise macht man mal
eben nicht so zwischendurch. Also entschloss ich mich, erst einmal
bei den Wurzeln meiner Mutter zu beginnen. Sie lebt glücklicherweise
noch und ich konnte ihr viele Details über ihre Heimat Pommern
entlocken. Durch das Internet ließen sich viele Sachen recherchieren
und mit viel Suchen, Kombinieren und Vergleichen alter und neuer
Karten wurde ich sehr schnell fündig. Das frühere Dorf Albrechtsdorf
am Neuwarper See heißt heute Karszno, und es ließ sich sogar mit
Google Map per Satellitenansicht finden. |
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Freitag, 17. Oktober 2008, 12.00 Uhr |
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Zuerst noch unschlüssig, ob wir fahren
sollten, entschlossen wir uns (oder besser gesagt Axel) trotz eisiger Temperaturen dann doch,
die Tour "zurück zu den Wurzeln" an diesem Wochenende zu machen.
Zumindest sollte es trocken bleiben, und gegen die Kälte zogen wir
uns Funktionsunterwäsche, Fleecehemden und Halskrausen über...halt
das volle Winterprogramm.
Da
dies wie gesagt wieder so ein typischer Spontan-Axel-Entschluss war, blieb es
natürlich nicht aus, dass ich die Hälfte vergessen hatte, wir wieder
umdrehen mussten und somit wertvolle Zeit verloren ging.
Letztendlich war es schon nach 14.00 Uhr, als wir uns endlich auf
den Weg machen konnten. Unser erstes Ziel war: so weit wir fahren
wollten und konnten. Bei Bargteheide setzten wir uns erst einmal auf
die Autobahn und fuhren mit Tempo 160 Km/h bis Rostock durch. Obwohl
Autobahnen immer wieder öde und eintönig sind, erwies sich hier die
A20 als außerordentlich nützlich. So hatten wir schon ein
ordentliches Stück unserer Etappe geschafft. Zu erwähnen wäre, dass
ein Dosenfahrer beim Überholen mal wieder den Seitenblick vergaß,
uns übersah und einfach rüberzog, uns dadurch fast auf den
Grünstreifen abdrängte und wir verdammt viel Glück hatten, dass wir
irgendwie noch durchkamen...Irgendetwas in der Richtung erleben wir
immer, wenn wir auf Reisen sind.
Ab Rostock ging es dann über Bundesstraßen Richtung Neubrandenburg
weiter. Die Straßen waren frei und es machte Spaß, die Moppeds so
richtig laufen zu lassen. Zwar kroch hin und wieder die Kälte durch
einige Ritzen und trieb uns Schauer über den Rücken, im Großen und
Ganzen war es aber gut auszuhalten. In Teterow machten wir erneut
Pause und wärmten uns bei einem Kaffee ein wenig auf. Jetzt hieß es
sich entscheiden, wie weit wir noch fahren wollten. Es war 16.30
Uhr. Bis Burg Stargard zeigte das Navi noch 1 Stunde an, bis
Ückermunde noch 2 Stunden. Nach kurzer Überlegung entschieden wir
uns für Ückermunde. So hatten wir nächsten Tag eine kürzere Anfahrt
nach Polen. Mit der untergehenden Sonne fielen allerdings auch die
Temperaturen merkbar. Als wir endlich im Fast-Dunkel Ückermünde
gegen 18.45 Uhr erreichten, zeigte das Thermometer nur noch 8°. Wir
freuten uns auf etwas Warmes zum Essen und einen heißen Tee.
Beides bekamen wir und ließen den Abend
gemütlich in der JuHe ausklingen. Hier hatte an diesem Abend ein
Segelverein eine Veranstaltung und wir durften uns als Gäste an
einem schönen Bildervortrag erfreuen. Auch die Segler sind ein Volk
für sich...da wurde sich genauso wie es die Biker tun über
Schräglagen unterhalten. Und wie wir uns Bilder vom Kurvenfahren
reinsaugen, erfreuen sich halt die Segler an ihren Schräglagen der
Schiffe durch Wind und Wellengang. Schon witzig, welche Parallelen
es manchmal gibt. :-) |
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Ankunft JuHe Ückermünde
gegen 18.30 Uhr |
heute gefahren.... |
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Samstag, 18. Oktober 2008 |
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Den heutigen Tag begannen
wir mit einem leckeren und reichhaltigen Frühstück. Insgesamt gesehen
stimmte bei der JuHe in Ückermünde das Preis-/Leistungsverhältnis allemal.
Angefangen beim großzügigen Zimmer über die Getränkepreise bis hin zum
Willkommenheißen des Herbergsvaters. Von uns aus gibt es für alles
zusammen ein dickes Daumenhoch!
Um 10.00 Uhr starteten wir.
Erst einmal ging es wieder etwas westlich zum Tanken und danach gemäß
ausgearbeiteter Route gen Osten rüber nach Polen. Wir hatten vorher den
Herbergsvater gefragt, welche Grenzübergänge nach Polen offiziell sind.
Die Antwort war "bei Hintersee". Allerdings kannte mein Navi diesen
Grenzübergang nicht, obwohl die Software aus 2008 war. Erst war es
spannend, dann nervig, dass immer wieder die Ansage ertönte: "Route wurde
verlassen...Neuberechnung in Gang". Das Navi wollte mich partout über den
südlichen Übergang bei Linken führen. Erst als wir die direkte Straße auf
der polnischen Seite befuhren, hatte mein Navi die Orientierung wieder.
Wir sollten dann links abbiegen und in Richtung Neu Warp fahren. Was sich
uns dann straßentechnisch bot, war unter aller Sau. Fast 12 Km reinster
Knüppeldamm, so dass sich sogar meine Navihalterung losrüttelte und
langsam nach unten senkte. Wir fuhren durch dichtesten Wald. Und jetzt
kam andauernd die Ansage: "Kein Satellitenempfang", da sich über uns
dichte Baumkronen befanden. Egal...verfahren konnten wir uns nicht. Es gab
keine andere Straße, auf der man hätte fahren können. ;-)
Und dann erreichten wir Karszno...oder wie
es früher hieß: Albrechtsdorf. Und mit ihm erreichten wir mein Objekt der
Begierde...das Schloss, in dem meine Mutter die meiste Zeit ihrer Kindheit
verbracht hatte.
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Anfahrt nach Karszno |
Kirche in Albrechtsdorf (Karszno) |
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Schloss Albrechtsdorf aus
der Zeit, als meine Mutter dort lebte (ca. 1940) |
Schloss Albrechtsdorf heute
2008
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Ich war glücklich! Ich
stand am verschlossenen Eingangstor und sah innerlich meine Mutter die
Treppen des Portals herunterkommen. Sah ihren langen Zöpfe im Wind wehen
und stellte mir vor, wie unbeschwert und glücklich ihre Zeit hier gewesen
sein muss. Plötzlich nahmen all die Geschichten, die sie mir immer wieder
erzählt hatte, Gestalt an. Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen
und hörte ihre Stimme, die Stimmen meiner Großeltern und das sanfte
Rauschen des Sees. Und meine Augen füllten sich mit Tränen...und ich
schämte mich dessen nicht einmal.
Und plötzlich sah ich
tatsächlich jemanden die Treppen herabschreiten. Träumte ich noch oder war
es Realität? Erst Axels Ausruf "He, da kommt jemand" riss mich in die
Gegenwart zurück. Ein Mann kam direkt auf uns zu und sprach uns auf
polnisch an. Wir verstanden natürlich kein Wort, auch Englisch half
nichts. Dann zeigte ich ihm das oben stehende alte Foto des Schlosses und
versuchte mit Händen und Füßen zu erklären, warum wir hier sind und was
wir wollten. Und plötzlich lächelte er, wollte alle Familienfotos sehen,
die ich dabei hatte und öffnete uns das Tor. Ich hätte vor Freude in die
Luft springen können. Wir durften das Grundstück betreten!!! Was sich in
diesem Moment in mir abspielte, war unbeschreiblich. Ehrfurchtsvoll
durchschritten wir den Park und gingen am Schloss vorbei zur Seeseite.
Zwar war von den liebevoll angelegten Muschelwegen, die meine Mutter
beschrieben hatte, nichts mehr zu sehen. Dafür stand ich aber nun direkt
dort, wo meine Mutter quasi aufgewachsen war.
Der polnische Mann,
vielleicht Verwalter, ließ alles geschehen. Er erzählte munter auf
polnisch, wir auf deutsch...und keiner verstand irgend etwas. Aber es war
egal...irgendwie verband uns etwas, was man nicht erklären konnte. Nach
hunderten von Fotos und diversen Filmaufnahmen setzten Axel und ich unsere
Reise fort. Wir bedankten uns freundlich bei dem Mann, und obwohl er
nichts verstand, nickte er freundlich und schien zu wissen, was wir
meinten.
Ich konnte es schon jetzt
nicht mehr erwarten, meiner Mutter all die Fotos und Aufnahmen zu zeigen.
Was sie wohl sagen würde?
Weiter ging es dann erst
einmal nach Neu Warp oder wie es heute heißt: Nowe Warpno. Hier allerdings
war ich ziemlich enttäuscht. Es war halt ein Dorf...graue Fassaden,
schlechte Straßen und mehr nicht. Trostlos, verwahrlost,
heruntergekommen....
Ein kurzer Blick auf den
See reichte mir dann auch und wir fuhren wieder zurück durch Karszno in
Richtung Stettin. Als nächster Halt war das Dorf Buk (früher Boek)
geplant, in dem meine Mutter geboren wurde. Auch hier bot sich uns ein
trostloser Anblick. Schlechte Straßen, graue Häuserfassaden, streunende
Dorfhunde....sonst nichts. Mit der angeschalteten Kamera fuhren wir das
Dorf rauf und runter...in der Hoffnung, dass meine Mutter später
irgendetwas erkennen wird.
Es war komisch, aber hier
regte sich in mir nichts. Vielleicht lag es daran, dass meine Mutter zu
klein war, um wirklich etwas hier in bleibender Erinnerung zu erleben und
uns zu berichten. Relativ früh sind ihre Eltern dann nämlich nach Stettin
gezogen, was unser nächster Stopp dann auch sein sollte.
Und den erreichten wir dann
auch. Früher Friedrich-Carl-Straße, heute Aleja Pilsudskiego oder so
ähnlich. Auch der nahe gelegene Kaiser-Wilhelm-Platz war zwar noch da,
hieß heute aber irgendetwas mit Plac Grunwaldzki oder so. Ziemlich
gefühlslos stand ich vor dem Hauseingang. Ich kann es mir nur so erklären,
dass meine Mutter eben mit wesentlich mehr Leidenschaft von ihrer Kindheit
im Schloss Albrechtsdorf erzählt hat und weniger von Stettin.
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Friedrich-Carl-Straße
Richtung Friedrich-Carl-Platz |
Friedrich-Carl-Straße
Richtung Kaiser-Wilhelm-Platz
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Dann ging es noch einmal
mit einer Ehrenrunde um den Friedrich-Carl-Platz und anschließendem
Kaiser-Wilhelm-Platz östlich weiter zu den Hakenterrassen. In schneller
Vorbeifahrt auf der Hauptstraße nahmen wir die Hakenterrassen wahr und
verließen dann Stettin östlich, um anschließend nördlich auf einer sehr
langweiligen Bundesstraße nach etwa 70 Kilometern Swinemünde zu erreichen.
Irgendjemand hatte uns
erzählt, dass der Grenzübergang nach Ahlbeck in Deutschland nun auch für
Fahrzeuge geöffnet war...sicher waren wir uns allerdings nicht. Mein Navi
führte uns in Swinemünde zum Verladehafen nach Schweden. Gab ich Ahlbeck
ein, sollten wir 269 Km wieder zurück ums Haff auf die Insel Usedom
fahren. Schluck....hoffentlich irrte sich mein Navi. Dann fanden wir
glücklicherweise eine Fähre, die uns auf die andere Seite von Swinemünde
bringen sollte. Das war ja schon mal toll. Also setzten wir über. Aber
selbst auf der anderen Seite wollte uns mein Navi immer wieder zurück um
das Haff nach Usedom zwingen. Wir waren gespannt, was uns erwarten würde,
wenn wir den Grenzübergang finden würden
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gespanntes Warten auf das
Danach... :-)) |
blinder Passagier... :-))
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Witzig war noch der Hund,
der in Swinemünde wie selbstverständlich an Bord der Fähre ging, immer
wieder nach vorne schaute, wie weit denn nun die Fähre schon gefahren war
und beim Anlegen in Swinemünde das Herunterlassen der Klappen kaum
abwarten konnte und bereits "die Wand hochging". Das schien er auf jeden
Fall nicht das erste Mal gemacht zu haben.
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Nach dem Verlassen der
Fähre war für uns wieder Spannung angesagt. Kein Hinweisschild nach
Deutschland, keine Richtungsangabe. Einzig und allein westlich sollte es
gehen. Selbst kurz vor der Grenze gab es keinen Hinweis oder irgendein
Schild. Nur Anhand des Navis fanden wir die Straße, die uns wieder zurück
nach Deutschland führte. Wir waren erleichtert und zugleich fiel uns das
bedrückende Gefühl vom Herzen. Wir waren wieder in der Heimat und fühlten
uns gut.
In Bansin machten wir Halt
und suchten uns unsere nächste JuHe für die Übernachtung. Greifswald
passte und Axel reservierte uns dort ein Zimmer. Es gibt schon gewaltige
Preisunterschiede bei den Übernachtungen in Jugendherbergen und ein
Vergleich lohnt sich allemal. Denn in Greifswald bekamen wir ebenso wie in
Ückermünde ein 4-Bett-Zimmer...allerdings mussten wir hier einen
Doppelzimmer-Zuschlag bezahlen, es gab kein Abendbrot mehr und der
Grundpreis war ebenfalls viel höher. Summasummarum lagen wir hier in
Greifswald deutlich über den Schnitt, den wir von Jugendherbergen her
kennen.
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Ánkunft JuHe Greifswald
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heute gefahren... |
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Sonntag, 19. Oktober 2008 |
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Gegen 10.00 Uhr verließen
wir Greifwald mit einem kurzen Besuch des Marktplatzes. Schöne alte
Gebäude waren zu sehen...aus der Zeit der Hanse. Die wenigsten wissen
wahrscheinlich, dass Greifswald eine Hansestadt ist.
Von dort aus ging es weiter
in Richtung Stralsund...ebenfalls Hansestadt. Und auch hier erwarteten uns
schöne, alte und vor allem Ehrfurcht einflößende Gebäude wie die
Kathedrale
oder das alte Rathaus dort.
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alte Kathedrale in Stralsund |
Rathaus in Stralsund auf dem
alten Markt
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Weiter ging es dann in
Richtung Darß, Fischland oder Zingst oder wie das dort auch immer heißt.
Schöne Gegenden direkt am Meer gelegen erwarteten uns. Trotz des kalten
Wetters waren hier immer noch viel Touristen unterwegs. Unser nächster
Halt war dann auch in einem kleinen Pavillon direkt an der Hauptstraße in
Zingst. Hier gab es lecker Backfisch im Brötchen und einen wärmenden
Kaffee.
Der Himmel zog sich zu, wir
setzten unsere Fahrt teils im Nieselregen fort, erreichten nach fast 1.000
Kilometern, einem leergefahrenen Tank und einem Waschgang für die Moppeds
wieder unsere heimische Garage. Für mich war diese Tour ein
unvergessliches Erlebnis. Ich war meinen Ahnen irgendwie ganz nahe und
möchte dieses Gefühl auf keinen Fall missen.
Danke, Axel, dass Du mit
mir gemeinsam diese Reise unternommen hast. :-)))
Bine
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Blick auf die Ostsee von
Prerow aus |
gesamt Tour nach Polen und
zurück
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Nachtrag:
Anfang September 2009 meldeten sich Monika und
Ernst-Werner Sieg aufgrund dieses Berichtes bei mir. Ernst-Werner Sieg ist
ein Sohn von Melitta und Werner Sieg, der letzten Besitzer des Schlosses
in Albrechtsdorf (nach den von Enckevorts) vor der Vertreibung aus Pommern
in 1946. Ich erfuhr, dass Melitta immerhin das stolze Alter von 94 Jahren
erreicht hatte und Werner Sieg sogar seinen 100sten Geburtstag im Juli
2009 gefeiert hatte.
Natürlich setzte ich mich
sofort mit meiner Mutter Hilde Berndt in Verbindung und gab deren
Telefonnummer an die Familie Sieg weiter. Die Freude war auf beiden Seiten
groß, und viele Erinnerungen wurden nach über 60 Jahren durch lange
Gespräche wach. Der Großvater meiner Mutter, Emil Leppin, war damals der
Butler und Verwalter des Schlosses gewesen und meine Mutter konnte sich
sogar noch an ganz viele Sachen erinnern, obwohl sie damals erst 14 Jahre
alt war.
Letztendlich werden sich
meine Mutter und Monika und Ernst-Werner Sieg noch einmal in Albrechtsdorf
(heute Karszno) treffen und gemeinsam noch einmal das Schloss betreten und
besichtigen, da Ernst-Werner gute Kontakte zum Bürgermeister des Dorfes
hat.
Manchmal ist das Internet
einfach nur eine schöne Sache....denn sonst wäre dieser Kontakt nie
zustande gekommen. Ich freue mich sehr darüber. |
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